Das fand ich richtig lustig gestern in der Tagesschau um 20 Uhr. Da wurde eine Meldung vorgelesen, dass der amerikanische Präsident dem Iran die Hand reicht und mit denen sprechen und verhandeln will, was der Herr Dabbelju ja vehement abgelehnt hat. Es gab Bilder vom Herrn Obama und dem Herrn Ahmadinejad, der sinngemäss sagte, damit seien die USA auf dem richtigen Weg.
Und jetzt wurde es lustig.
Die anschliessende Meldung lautete: amerikanisches Atom-U-Boot mit amerikanischem Kreuzer vor der iranischen Küste in der Strasse von Hormus zusammengestossen.  Was nicht in den Nachrichten erwähnt wurde, dass beide Schiffe lediglich Friedenstauben an Bord hatten.

Advertisements

Mannichl die Dritte

20/02/2009

Das LKA Passau informierte vor einigen Tagen, dass die Familienangehörigen für eine Beziehungstat nicht in Frage kommen. Das war mir schon klar. Den Mannichl wird man wohl garnicht erst verhört haben, ob er evtl. selbst da ein wenig Hand angelegt hat, um die Durchsetzung einer Gesetzesverschärfung etwas zu beschleunigen. Dass da etwas ganz gewaltig zum Himmel stinkt, ist wohl nicht zu übersehen. Ich vermute ‚mal, dass wir demnächst eine ganz plausible Erklärung für die „Tat“ bekommen werden. Vielleicht in der Art, wie die Erklärung der Frau, die wegen Gattenmordes vor Gericht steht und dem Richter erklärt, dass ihr Mann ihr ins Messer gefallen sei, und zwar siebenundzwanzig Mal.

Gestern bei Aldi.
„Du, Frau Müller, wir haben neue Ware. Kannst Du ‚mal schnell mit einräumen?“
Das hört man oft im Einzelhandel, ganz besonders bei Discountern. Einfach ungefragt das Du und der Nachname.
„Frau Behnke, wann machst Du heute Mittag?“ oder „Übernehm ‚mal schnell Kasse 3, Frau Behrens“.
So geht es zu bei den sogenannten einfacheren oder „bildungsfernen“ Mitgliedern der Gesellschaft.

Ab „white collar“, also Angestellte und aufwärts wird gern eine andere Form praktiziert. Da wird in der Regel nicht ungefragt d’rauflosgeduzt. Erst einmal muss ein gewisses Vertrauen vorhanden sein. Also mehr Vertrauen, als wir es gegenwärtig in die Politik und die Banken haben. Und dann wird bei passender Gelegenheit gefragt: „Darf ich Ursula und Sie sagen?“. Das lässt alle Möglichkeiten für einen evtl. Rückzug offen. Das hat auch so etwas Liberales, also FDP-mässiges. Die von der FDP wollen auch immer bei den Grossen dazugehören, aber das klappt meist nicht. Aber zurück zu den Höflichkeitsformen.

Es gibt auch noch eine dritte Form. Eine wirklich typisch deutsche Form. Das ist das sogenannte „Tages-Du“. Was es damit auf sich hat, kann man hier nachlesen.

Die Situation der Finanzkrise, in der wir uns jetzt befinden, hat mich angeregt, noch einmal in Tucholsky’s „Kurzer Abriss  der Nationalökonomie“ zu lesen. Nationalökonomie ist, so können wir bei Tucho lernen, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Ganz so weit sind wir heute ja noch nicht. Es ist ja nicht so, dass die Leute kein Geld haben, sondern die Banken haben keins. Aber wessen Geld ist es denn, was die Banken nicht mehr haben. Ich tipp‘ ‚mal, dass es vielleicht doch das Geld der Leute war. Nun hören wir allenthalben, dass da viel Geld verbrannt ist, weg ist oder sich auf andere Wege verflüchtigt hat. Die Banker haben sich in einen Rausch gekokst und jetzt kommt das böse Erwachen. Eigentlich, so halten wir das hier in Hamburg mit den Drogenabhängigen, bekommen die dann eine Ersatzdroge und nicht mehr den echten Stoff. Aber das möchte die Frau Merkel nicht, denn „wir müssen den Menschen helfen“, sagt sie den Menschen und hilft den Banken. Und jetzt kommt da g’rad  noch einer von der Rasselbande um die Ecke, der Peer. Der hat sich ja neulich in der Tagesschau hingestellt und doziert über die Finanzkrise, die es ja seiner Meinung nach nur in den USA gibt. Der hatte allen Ernstes nicht begriffen, dass diese Krise innerhalb kürzester Zeit auf Europa übergreifen würde. Ein paar Tage später stellten sich die Kanzlerin und der Herr Minister vor die Mikrofone und verkündeten der Staat würde sämtliche Einlagen der Sparer garantieren. Dass die das garnicht wegen des fehlenden Gesetzes weder können noch dürfen ist den Beiden bekannt, aber sie wollen so verhindern, dass die Leute ihre Ersparnisse abholen und unter das Kopfkissen legen. Auch tut jetzt jeder so, als wäre diese Krise aus dem Dunkel der Nacht gekommen, ohne jegliche Ankündigung. Die Banker spielen ja nicht erst seit gestern verrückt. Die verkaufen diese Produkte (Derivate) seit Jahren, von denen ja wohl jeder derzeit zugibt, sie nicht zu verstehen.  Es wird einem angst und bange, wenn man diese Amateure hört.  Und die haben es nun mit Bankenprofis (Ackermännern) zu tun. Was hätte meine Oma jetzt gesagt?? „Na denn man Prost Mahlzeit!“

Die da draussen

16/09/2008

Immer wieder höre ich das. „Wir müssen den Menschen da draussen“ blablabla sagt mir die Frau Merkel im Fernsehen und der Dampfplauderer vom lokalen Radio will „den Hörern da draussen“ auch irgendwas erzählen. Und der Herr Pflüger in Berlin hat den Leuten „da draussen“ auch gern etwas erzählt. Nun ist er selbst draussen und gehört zu uns, zu denen da draussen.

„So“, sagte ich und rieb mir die Hände. Das hatte ich schon oft bei Kollegen erlebt, die, wenn sie etwas Neues beginnen wollten, und wenn es nur ein Telefonat war, erst einmal laut „so“ sagten, damit auch die Anderen mitbekamen, dass hier jemand jetzt etwas arbeiten wollte.
Neben den „So-Sagern“ gibt es noch die Schnippser. Die haben wir sicherlich alle schon einmal getroffen. Die kommen dann schnippsend vom Klo oder aus der Mittagspause und wollen nun den Anderen weismachen, dass es jetzt losgeht und dass sie etwas ganz wichtiges zu arbeiten haben
Und dann gibt es noch die Kombinierer. Also, die „So-Sager“, die auch das „Schnippser-update“ geladen haben. Das sind die Gefährlichsten…… und ich bin ab sofort einer von denen, „so“ sagte Kalwunde, rieb sich die Hände und ging schnippsend über den Flur, setzte sich an seinen PC und schrieb seinen ersten Eintrag mit dem Titel „So schnippst Kalwunde“ in sein Blog