Das wär‘ jetzt ‚was für Tucho

12/10/2008

Die Situation der Finanzkrise, in der wir uns jetzt befinden, hat mich angeregt, noch einmal in Tucholsky’s „Kurzer Abriss  der Nationalökonomie“ zu lesen. Nationalökonomie ist, so können wir bei Tucho lernen, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Ganz so weit sind wir heute ja noch nicht. Es ist ja nicht so, dass die Leute kein Geld haben, sondern die Banken haben keins. Aber wessen Geld ist es denn, was die Banken nicht mehr haben. Ich tipp‘ ‚mal, dass es vielleicht doch das Geld der Leute war. Nun hören wir allenthalben, dass da viel Geld verbrannt ist, weg ist oder sich auf andere Wege verflüchtigt hat. Die Banker haben sich in einen Rausch gekokst und jetzt kommt das böse Erwachen. Eigentlich, so halten wir das hier in Hamburg mit den Drogenabhängigen, bekommen die dann eine Ersatzdroge und nicht mehr den echten Stoff. Aber das möchte die Frau Merkel nicht, denn „wir müssen den Menschen helfen“, sagt sie den Menschen und hilft den Banken. Und jetzt kommt da g’rad  noch einer von der Rasselbande um die Ecke, der Peer. Der hat sich ja neulich in der Tagesschau hingestellt und doziert über die Finanzkrise, die es ja seiner Meinung nach nur in den USA gibt. Der hatte allen Ernstes nicht begriffen, dass diese Krise innerhalb kürzester Zeit auf Europa übergreifen würde. Ein paar Tage später stellten sich die Kanzlerin und der Herr Minister vor die Mikrofone und verkündeten der Staat würde sämtliche Einlagen der Sparer garantieren. Dass die das garnicht wegen des fehlenden Gesetzes weder können noch dürfen ist den Beiden bekannt, aber sie wollen so verhindern, dass die Leute ihre Ersparnisse abholen und unter das Kopfkissen legen. Auch tut jetzt jeder so, als wäre diese Krise aus dem Dunkel der Nacht gekommen, ohne jegliche Ankündigung. Die Banker spielen ja nicht erst seit gestern verrückt. Die verkaufen diese Produkte (Derivate) seit Jahren, von denen ja wohl jeder derzeit zugibt, sie nicht zu verstehen.  Es wird einem angst und bange, wenn man diese Amateure hört.  Und die haben es nun mit Bankenprofis (Ackermännern) zu tun. Was hätte meine Oma jetzt gesagt?? „Na denn man Prost Mahlzeit!“

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